GOERLITZ-ALBUM

Vom Markgraf Siegfried auf der Landeskrone

Es gibt von der Erbauung der Burg auf der Landeskrone noch eine andere Sage, die in einer alten Chronik des Meißener Domstiftes aufbewahrt worden ist.

 

In Böhmen war einst ein Herzog, B e r t z e l  (Bretislaw ?) genannt, der hatte einen Sohn, dem er das Markgrafentum Lausitz übergab. Dieter Markgraf Siegfried verliebte sich in eine vornehme Bürgerstochter zu Görlitz, Die gar wunderschön war. Er wollte nimmermehr von ihr lassen, ja sie zu feinem ehelichen Gemahl nehmen. Doch weil solche Ehen wegen allerhand schwerer Ursachen öffentlich nicht mochten vollzogen werden, so hat er ein geheimes Liebesbündnis mit ihr gemacht. Dieser Verbindung entstammte ein Sohn, für den er auf einem hohen Berge, wo schon einmal eine Burg gestanden hatte, die von Kaiser Heinrich zerstört worden war, ein wunderschönes Schloss erbauen ließ. Weil es wie eine strahlende Krone in das Tal hinabglitzerte, wurde es die Landeskrone genannt. Von Siegfrieds Sohn stammt das edle Geschlecht der Biebersteins ab, denn diesen Namen führte er von der mütterlichen Seite her. Markgraf Siegfried selbst aber hat das Land einundzwanzig Jahre löblich regiert, sich jedoch niemals verehelicht, sondern ist der Herzensliebe, die er zu der schönen Görlitzerin gefasst hatte, bis an seinen Tod treu geblieben. Er soll auf der Landeskrone begraben liegen.

 

Anmerkung :

Die Biebersteins haben lange Zeit die Landeskrone besessen, setzten aber dort Burggrafen ein, die alle friedliche und freundliche Nachbarn der Görlitzer waren, bis der Rat 1440 die Landeskrone als an der Stadt unmittelbares Gut erkaufte, um es nicht in die Hände des übel beleumundeten Herzogs Hans von Sagan fallen zu lassen, der sich um diesen Besitz bemüht hatte. (Jecht) - Gab es jemals auf der Landeskrone »wilde Raubritter und ihren wüsten Tross?« Hier klingen offenbar fälschlich Erinnerungen an die Wartenberger Fehde mit den Kämpfen um den Winterstein, den Wildenstein, Tollenstein, Grafenstein, Blankenstein und Burgstein u. o. a. nach, die von Görlitzer Aufgeboten »geheeret« werden mussten (1435-45).

historisches Wappen
Bitte unten auf die Bilder klicken

Hier könnt ihr die Seite durch

keine Werbung

No advertising

Nessuna pubblicità

Sin publicidad

Rübezahl zählt die Besucher

seit dem 29.01.2009



counter

VERANSTALTUNGEN

 

 

 

 

 

5. – 7. August 2010,

16. Internationales

Straßentheater ViaThea

 

 

 

 

 

27. - 29. August 2010,

16. Altstadtfest Görlitz            

und Jakuby-Fest

Zgorzelec

 

 

 

 

 

10.–12. September 2010,

Patrimonium Gorlicense

und Tag des

offenen Denkmals