Jochmann, Gottlob
geb.: in Oberneundorf (Oberlausitz)
gest.: 19. Mai 1856 in Görlitz
Gottlob Jochmann wurde als Sohn eines Grundbesitzers und Dorfdichters in Oberneundorf in der Oberlausitz geboren. Nach seinem Schulbesuch studierte er Rechts- und Staatswissenschaften. Er erwarb sich einen guten Ruf durch seine Tätigkeit an den Land- und Stadtgerichten in Glogau, als Direktor beim Land- und Stadtgericht in Liegnitz und später als Bürgermeister in Liegnitz. Als sich die Stadtverordnetenversammlung von Görlitz am 3. Juli 1847 für Jochmann als neuen Bürgermeister entschied, verließ er Liegnitz und trat die Nachfolge des verstorbenen Demiani an. Nach einjähriger Amtszeit kam auch die königliche Bestätigung zum Oberbürgermeister. Während seiner bewegten Amtszeit vernachlässigte er nie kommunalpolitische Aufgaben. So fallen in seine Zeit die Fertigstellung des Viaduktes, der Abriß der Klostermauern, der Aufbau des Gymnasiums, der Bau des Stadttheaters im Jahre 1851 und des Ständehauses 1855. Am 19. Mai 1856 verstarb Gottlob Jochmann wegen eines Lungenleidens.
Sattig, Hugo Leopold Wilhelm
Geb. 1807
Gest. 1884
Oberbürgermeister von 1858 – 1866,
Bau der Eisenbahnlinie Görlitz – Berlin,
danach Direktor der Communalständischen Bank
Richtsteig, Karl Eduard Maximilian
Geb. 16. März 1809 in Glogau
Gest. 25. Mai 1879 in Kroppen
Stadtrat; Justizkommissar; Notar; Oberbürgermeister von Görlitz 1866–1871
- Gymnasium in Glogau
- 1828-1831 Studium der Rechte in Berlin
- Auskultator und Referendar an den Stadgerichten in Glogau und Sprottau sowie an den Oberlandesgerichten Glogau und Breslau
- Oberlandesgerichtsassessor in Glogau
- ab 1835 kommunalpolitisch Engagement als Stadtverordneter
- 1837 Juszizkommissar und Notar in Görlitz
- 1845-1860 besoldetes Magistratsmitglied, Kämmerer
- 1845 Oberlausitzer Kommunallandtag, Präses des evangelischen Gemeindekirchenrats
- Ausarbeitung eines lokalen Baupolizeigesetz (am 24.12.1847 von Liegnitzer Regierung bestätigt)
- 1860 durch die Stadtverordnetenversammlung zum Bürgermeister und Stadtsyndikus gewählt
- 1866-1871 Oberbürgermeister in Görlitz
- auf Grund der guten Beziehungen zu Henry Bethel Strousberg erhielt Görlitz den direkten Bahnanschluß an die Hauptstadt Berlin
- 1. Juli 1871 Übernahme der Direktion der Berlin-Görlitzer- und Halle-Sorau-Gubener-Eisenbahn
- 1875 erzwungener Rücktritt durch die Unterschlagungsaffäre eines Mitarbeiters
Gobbin, Friedrich Carlos Johannes
Bürgermeister 1871–188
Gobbinstraße nach ihm benannt
Reichert, Clemens Theodor
Bürgermeister 1881–1893
Reichertstraße nach ihm benannt
Büchtemann, Paul
Bürgermeister 1894–1906
Büchtemannstraße nach ihm benannt
Snay, Georg
Geb. 27. April 1862 in Minkowsky, Landkreis Namslau
Gest. 3. Dezember 1930 in Görlitz
war ein deutscher Politiker der DDP und langjähriger Oberbürgermeister der Stadt Görlitz. 1907–1927
Die Deutsche Demokratische Partei (kurz DDP) war eine liberale Partei der Weimarer Republik, die an fast allen Reichsregierungen bis 1932 beteiligt war.
Oettel, Robert
geb. 23. November 1798
gest. 14. März 1884
Begründer der deutschen Rassegeflügelzucht.
Wohnte Untermarkt 2, wo sich eine Gedenktafel befindet.
Denkstein am Weinberghaus
Keller, Hugo
geb. 30. Januar 1842 in Breslau
gest. 30. September 1924 in Görlitz
Begründer der Görlitzer Arbeiterbewegung zur Zeit des Sozialistengesetzes.
1893 als Reichstagskandidat für den Wahlkreis Görlitz-Lauban aufgestellt,
gehörte er im November 1903 zu den ersten Sozialdemokraten, die als Stadtverordnete in das Rathaus zogen.
Wohnte Hainwald 8.
Nach ihm die Hugo-Keller-Straße benannt.
Sein Grab auf dem neuen Friedhof trägt einen schlichten Denkstein.
