Ein Warenhaus
überstand den Krieg, die Mangelwirtschaft in 40 Jahren DDR und wird nun nach fast 20 Jahren BRD ein Opfer der Geldhaie
Anläßlich des Besuches der Bundeskanzlerin Frau Merkel am 03.06.2009
1912
erfolgte die Grundsteinlegung für das neue Warenhaus „Zum Strauß“ der Louis Friedländer GmbH auf den Fundamenten des ehemaligen Gasthofes „Zum Goldenen Strauß“ von 1717 sowie angrenzenden Nachbargrundstücken.
Ein vierstöckiges Jugendstil-Warenhaus wird in Skelettbauweise errichtet. Die Entwürfe lieferte der Potsdamer Architekt Carl Schmanns. Die Fassade wurde nach dem Vorbild des Berliner Kaufhauses Wertheim (Architekt: Alfred Messel) gestaltet. Die Bauausführung hatte der Görlitzer Baumeister August Kämpffer.
Kaufhaus Wertheim Berlin 1900
1914
Der „Grand Bazar zum Strauß“ mit 5000 Quadratmeter Verkaufsfläche öffnet. Später wird das Haus vom Karstadt-Konzern aufgekauft. Als eines der wenigen Warenhäuser seines Typs übersteht es den Krieg.
Außen- und Innenarchitektur mit beeindruckendem Lichthof und emporenartig angeordneten Verkaufsbereichen bleiben erhalten.
1948 und 1949
Das Kaufhaus ist Schauplatz von Industrie- und Gewerbeausstellungen.
1949
Das Objekt geht in das Eigentum der DDR über und wurde als „KWU“ (Kommunales Wirtschaftsunternehmen) geführt, bis es 1950 von der HO (DDR-Handelsorganisation) übernommen wird. 1950 gilt der Name
„HO-Kaufhaus“, ab 1957 heißt das Warenhaus „howa“, 1958 wird es in die DDR-Kaufhauskette „Centrum“ eingegliedert.
HO - Industriewaren - Warenhaus 1964
unten links HO Warenhaus 1964
Demianiplatz - Marienplatz mit HO Warenhaus 1965
Demianiplatz Centrum Warenhaus 1973
Demianiplatz Centrum Warenhaus 1979
1984
Es beginnt eine umfassende Sanierung einschließlich Restaurierung der wertvollen Glaskuppel.
Demianiplatz Centrum Warenhaus nach der Rekonstruktion 1986
1990
Das Haus geht nach dem Ende der DDR an seinen ehemaligen Eigentümer, den Quelle-Karstadt-Konzern, zurück.
2007
übernimmt es die Hertie GmbH und schließt es im Sommer 2009.
GOERLITZ-ALBUM

