S t ä d t i s c h e r - F r i e d h o f
Gräber 45 - 53 zwischen Am Wiesengrund A-Bolze-Hof-Königshufen
Großer/Hausen
(45)
Imposante Mauergrabstelle mit Terrakottaverblendung und reichhaltiger Symbolik, z.B.
Kranz, Mohnkapseln, Sonne, Mond, Sterne, Logenzeichen der Freimaurer
Pawlikowski, Rudolf
(1868 – 1942) (46)
Diplomingenieur, Erfinder des Kohlenstaubmotors, erste Erprobung 1916 in der Versuchsanstalt Görlitz; Grabmal: schlichter, quadratischer Granit mit Familienwappen
Raupach, Richard
(1851 – 1921) (47)
Unternehmer, kgl. Kommerzienrat, Dampf- und Keramikmaschinenfabrik, spendete für
öffentliche Bauten, Privatpark 1957 zum Tierpark umgestaltet; eindrucksvolle
Mauergrabstelle aus rotem Granit mit Schriftplatten und Zierelementen aus Schwarz-Schwedischem Granit mit reicher Bekrönung und verschiedenen symbolhaltigen
Zierelementen
Roscher, August
(1854 – 1916) (48)
Unternehmer, Herstellung von Ziegeleimaschinen; Mauergrabstelle aus Terrakotta und
Schriftplatten aus Marmor, reichhaltige Verzierungen mit Blüten, Blättern, Rosetten,
Kreuzen
Meyer, Hugo
(1863 – 1905) (49)
Unternehmer, „Optisch-Mechanische Industrie-Anstalt“ Hugo Meyer & Co, international anerkannte Kameraobjektive; Grabstelle mit großem Obelisk aus Schwarz-Schwedischem Granit und zeittypischem, schmiedeeisernem Friedhofsgitter
Rudolf Hoinkis
(50)
Am 16. August 1896 wurde die Süßwarenfabrik Hoinkis durch Herrn Rudolf Hoinkis, dem Großvater des jetzigen Inhabers, gegründet. Herrn Hoinkis verdankt der Betrieb noch heute die Erfindung der Liebesperle, mit der die Firma weltweiten Bekanntheitsgrad erreichte. Das Familienunternehmen überlebte den 1. und 2. Weltkrieg und wechselte danach in die Hände der 2. Generation. Über die Ära der Halbstaatlichkeit, der völligen Enteignung wurde der Betrieb nach der Wende am 1. August 1990 wieder in die Hände der Familie, jetzt in dritter Generation, reprivatisiert.
Neumann-Hegenberg, Fritz
(1884 – 1924) (51)
expressionistischer Maler, bedeutende Rolle im Görlitzer Kunstleben der 20er Jahre; Grabmal: roter Muschelkalk, expressionistisch-stilisiert eine Blüte darstellend
Barber, Emil
(1857 – 1917) (53)
Lehrer, Mundartdichter und Naturforscher, Ehrenmitglied der Naturforschenden
Gesellschaft, Einrichtung eines Botanischen Gartens im Stadtpark; schlichte Grabstelle aus Granit-Zyklopenmauerwerk
